Dirk Bachmann (Erfurt, NPD)

Auf Platz 3 der Erfurter NPD-Stadtratsliste kandidiert der 1982 geborene Dirk Bachman. Vor seiner Zeit bei der NPD war er ab 2012 als Beisitzer, Kassenprüfer und „Organisationsleiter“ bei dem Neonazi-Verein „Pro Erfurt e.V.“ aktiv. Die Kleinstorganisation war 2008 von dem ehemaligen NPD-Funktionär und Spitzel des Thüringer Geheimdienstes Kai-Uwe Trinkaus gegründet worden. Im Rahmen einer antimuslimischen Hetz-Veranstaltung in der Erfurter Tromsdorffstraße war der elernte Koch und Berufskraftfahrer Bachmann dann am 17. August 2013 erstmals bei einer öffentlichen NPD-Veranstaltung in Erfurt zu sehen. Zuvor hatte sich ?Pro Erfurt? gespalten, mehrere Funktionäre der Gruppe wechselten zur vormals verfeindeten NPD. Da Bachmann sich mit rassistisch motivierten Anfragen an die Verwaltung des Landkreises Sömmerda, den Stadtrat Buttstädt und an die Gemeinden Vogelsberg und Guthmannshausen wandte, behauptete die NPD, er habe sich ?in der Kommunalpolitik auch schon einen Namen gemacht?. Auch als Redakteur des Erfurter NPD-Blattes ?Bürgerstimme? ist Bachmann tätig.

Doch Bachmann, der sich im Internet mit Hemd und Krawatte seriös gibt, gehört zur militanten Neonazi-Szene. 2010 gründete er gemeinsam mit anderen Erfurter Neonazis den Verein „Freie Kräfte Erfurt e.V.“. Auf einem Gründungstreffen am 01. August 2010 wurde er in der „Melchendorfer Klaus“ in den Vorstand des Vereins gewählt. Öffentlich wahrnembare
Aktivitäten entfaltete der Verein jedoch nie. Bachmann organisierte zuletzt in der Erfurter Kneipe „Kammweg Klause“ Neonazi-Konzerte.
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