David Buresch (Kahla, NPD)

Der 23-jährige David Buresch tritt vor allem seit den Jahren 2008/2009 in Kahla, Jena aber auch überregional mit Neonazi-Aktionen in Erscheinung. Mehrfach war er mit anderen Neonazis an gewalttätigen Überfällen beteiligt, zum Beispiel in Dortmund und in Jena. Trat er vor wenigen Jahren noch mit Glatze und martialischem Äußeren in der Öffentlichkeit auf, bemüht er sich heute um ein unauffälligeres Erscheinungsbild. Er ist federführend beim „FN Kahla“ tätig und war lange Zeit auch im „Braunen Haus Jena“ sowie beim „FN Jena“ aktiv. 2009 fand eine „Hitlergeburtstagsfeier“ in seiner Wohnung in Kahla statt, bei der es zu mehreren Straftaten kam. 2010 gehörte er zu einer Gruppierung die in Saalfeld von der Polizei bei der mutmaßlichen Vorbereitung oder Ausführung eines Brandanschlag auf einen Bus gestoppt wurde. Über mehrere Monate stand er deswegen im Visier der „Sonderkommission Feuerball“, die Ermittler sicherten bei der Gruppe um Buresch zwar zahlreiche Spuren (wie 1 Kilo Brandgel, Sturmhauben, Brandbeschleuniger), konnten ihm jedoch die geplante Tat nicht nachweisen. Im gleichen Jahr soll Buresch im Herbst nach Angaben des Thüringer Innenministeriums eine Spontandemonstration mit 25 Personen durchgeführt haben. 2011 saß er u.a. wegen Raubes für ein halbes Jahr in Haft. Im Herbst 2012 soll Buresch nach Behördenangaben neben einem Szeneliederabend auch eine Vortragsveranstaltung mit ehemaligen Nazisoldaten in Kahla organisiert haben. Er nahm außerdem an Neonazi-Demonstrationen und rechten Vorträgen teil und wurde der Kahlaer Versammlungsbehörde als stellvertretender Versammlungsleiter des geplanten Rechtsrock-Festivals am 15. Juni in Kahla angekündigt. Nach der Inhaftierung des mutmaßlichen NSU-Helfers Ralf Wohlleben wurde Buresch erneut für Ermittlungsbehörden interessant. Das ZDF Magazin Frontal 21 berichtete im Mai 2013 über einen Postschmuggel an der BKA Postüberwachung vorbei und blendete dabei u.a. auch einen Brief von Buresch an Wohlleben ein. Der Kahlaer Neonazi unterstützt im laufenden NSU-Prozess sowohl Angeklagte des Prozesses als auch Zeugen aus der rechten Szene, zuletzt grüßte er Wohlleben von der Zuschauertribüne aus an dessen Geburtstag am 27.2.2014. Er bewirbt sich auf zwei Viererlisten sowohl um das Stadtratsmandat in Kahla als auch das Kreistagsmandat im Saale-Holzland-Kreis.

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