Ermittlungen gegen „Kameradschaft Jonastal“ (Ballstädt)

Nach dem Überfall am 8. Februar 2014 ermittelt die „BAO Zesar“ gegen die militante Gruppierung rund um die Band „SKD“, die nun in Ballstädt ansässig ist und in den letzten Jahren bereits ihr Unwesen in Crawinkel trieb. Seit 2012 fällt die „Kameradschaft Jonastal“ immer wieder durch gewalttätige Aktionen auf, z.B. durch das zünden einer selbstgebauten „Kugelbombe“ vor einem linksalternativen Hausprojekt in Gotha oder das posieren mit Anscheinwaffen unter dem Motto „NSU Reloaded“. Anfang Februar überfielen 15-20 Neonazis eine Kirmesgesellschaft in Ballstädt und verletzten bis zu zehn Personen, zwei davon schwer. Nach Ermittlungsversuchen nach §129 StGB (Bildung einer kriminellen Vereinigung) steht die Gruppierung nun auch wegen schweren Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Raub im Fadenkreuz der Ermittler. Von 17 Tatverdächtigen sind bislang 16 bekannt. Der SKD-Bandleader Thomas Wagner, der zwischenzeitlich in U-Haft saß wurde nach diversen Aussagen wieder entlassen. Die Ermittlungen richten sich auch gegen den Bad Langensalzaer Neonazi Tony Steinau, dessen Freundin Christina Hartmann, den Sonneberger Neonazi David Söllner und den Südthüringer Rechtsrock-Musiker Tim Heerlein. Im so genannten „Gelben Haus“ in Ballstädt soll sich auch mittlerweile der ehemalige NPD-Landtagskandidat aus Saalfeld, Steffen Richter niedergelassen haben. Die langjährige Neonazi-Aktivistin Ariane Scholl aus dem Ilmkreis, welche ebenso der „Kameradschaft Jonastal“ zuzurechnen ist richtete nach der Verhaftung von Thomas Wagner ein Spendenkonto bei der Sparkasse Arnstadt-Ilmenau ein, um unter anderem Zahlungsschwierigkeiten bei der Abzahlung des Hauskredites aufzufangen und um die Beschuldigten während des laufenden Verfahrens finanziell zu unterstützen.
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