Das Prinzip Wieschke oder: Wie sich die NPD-Thüringen auch ohne Verbot weiter selbst zerlegt

Am 17. Juni 2016 verkündete die Neonazi-Partei „Die Rechte“ (DR) den Wechsel des ehemaligen NPD-Mitglieds und NPD-Stadtrates Enrico Biczysko in den DR-Kreisverband Mittelthüringen. Illustriert wurde der Artikel zum Parteiübertritt mit einem Bild von Michel Fischer, dem Landesorganisationsleiter und seit kurzem Beisitzer im DR-Bundesvorstand, und Biczysko selbst. Advertisements

Vier Kinderfeste der extremen Rechten in Thüringen

Anfang Juni 2016 werden von der extremen Rechten verschiedene Kinderfeste in Thüringen organisiert: in Eisenach, in Erfurt, in Altenburg und in Schkölen im Saale-Holzland-Kreis. Ganz vorne mit dabei: „Kinderfreund“ Patrick Wieschke, der seinen Posten als Landesvorsitzender der NPD seit letztem Jahr los ist, nach dem frühere Ermittlungen wegen Kindesmissbrauchs gegen ihn bekannt wurden.

Führungswechsel bei der Thüringer NPD: Wieschke geht, Tobias Kammler kommt

Am Wochenende fand in der Landesgeschäftsstelle der NPD in Eisenach der Landesparteitag der Thüringer NPD statt. Wieschke trat nicht mehr als Kandidat für den Landesvorstand an, platzierte dort stattdessen seine loyale Führungsriege. An der Spitze des Landesverbandes steht nun Tobias Kammler, der den Verband aus den Skandalen rausholen sollte, jedoch selbst etwas vorbelastet ist.

Kommunalwahl 2014: Thüringens gewähltes Neonazipersonal

Die Thüringer NPD hatte vor der Wahl angekündigt, ihre Mandate verdreifachen zu wollen. Mit 62 Mandaten (darunter 2 vom Bündnis Zukunft Hildburghausen BZH) in Kreis-, Stadt- und Ortsteilräten ist sie dem Ziel sogar recht nahe gekommen. Nahezu überall konnten die extrem Rechten ihre Wähler_innenanteile erhöhen. Ausnahmen bilden lediglich Erfurt und Weimar. Bei genauerer Betrachtung lässt…