Rot-Weiss-Erfurt-Mitglied ist stellvertretender NPD-Vorsitzender

Die NPD um Köckert hat sich entschieden, Demonstrationen als Drohkulisse einzusetzen. Wir werden den antisemitischen und rassistischen Wanderzirkus weiter mit Informationen begleiten. Zu jeder „Thügida“-Demonstration folgen Informationen über die Teilnehmer. Die „Thügida“-Serie: Wer läuft da eigentlich mit?

Neuer NPD-Vorstand: Links Stefan Ridzi

Neuer NPD-Vorstand: Links Stefan Ridzi

Mitglied bei RWE

Mitglied bei RWE

Stefan Ridzi scheint nicht jede Gelegenheit zu suchen, um als NPD-Funktionär in der Öffentlichkeit aufzutreten. Dennoch gehört er dem Kreisvorstand der NPD in Erfurt/Sömmerda schon länger an. Bereits unter dem letzten Kreisvorsitzenden Frank Schwert war Ridzi Teil des Vorstandes als Stellvertreter. Am 14. März wählte der Kreisverband sein Führungsgremium neu. Dabei gab es kaum Überraschungen in der Besetzung. Zum Nachfolger von Frank Schwerdt wurde der RWE-Hooligan Enrico Daniel Biczysko gewählt. Biczysko gehört seit Jahren zum Hooligan-Umfeld des Vereins und zählte sich dabei auch zu einer Gruppe Hooligans, die sich selbst „Hoonara“ nannten. Die Abkürzung steht für „Hooligans Nationalisten Rassisten“ und ist angelehnt an eine sächsiche Hooligangruppe. Dass mit Ridzi eine weitere Führungsfigur aus dem Umfeld von Rot-Weiss-Erfurt stammt, wundert also kaum. Ridzi taucht bei Demonstrationen eher selten auf. Auch als Kandidat stand der Erfurter zur Kommunalwahl nicht zur Verfügung.

Bereits im alten NPD-Kreisvorstand als Beisitzer aktiv

Bereits im alten NPD-Kreisvorstand als Beisitzer aktiv

Er nahm unter anderem an der gegen Rot-Rot-Grün gerichteten Veranstaltung mit dem Namen „Lichtermeer“ auf dem Erfurter Domplatz teil. Aber auch beim ersten „Thügida“-Aufmarsch in Erfurt gehörte er zum Teilnehmerkreis. Dass Ridzi ebenfalls Mitglied bei Rot-Weiss-Erfurt ist, machen die Mitgliederlisten des Vereins deutlich. Hier findet sich Stefan Ridzi als ausgewiesenes Mitglied auf der Geburtstagsliste des Vereins wieder. Dass er sonst kaum Interesse an öffentlicher Wahrnehmung hat, zeigt auch sein anonymes Facebookprofil unter dem Namen „Stefan Sarotti“. Auch hier ist der NPD-Funktionär eher um Anonymität als um öffentliche Strahlkraft bemüht. Wie der Verein RWE mit derartigen Mitgliedern umgeht, die nicht nur extrem rechten Parteien als Funktionäre angehören sondern auch auf antisemitischen und neonazistischen Demonstrationen teilnehmen, ist bisher unklar. Wir gehen sicher davon aus, dass Ridzi auch bei der kommenden „Thügida“-Demo in Erfurt wieder anzutreffen sein wird.“

Ridzis Zweitprofil

Ridzis Zweitprofil

 

 

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