Reaktivierung der Thüringen-Portugal-Connection?

Lange Zeit pflegte der Thüringer Neonazi Thomas Gerlach enge Kontakte zu portugiesischen Neonazis, insbesondere zum inhaftierten Szene-Anführer Mario Machado, dem ehemaligen Anführer der Neonazi-Partei Frente Nacional (Nationalfront). Gerlach selbst reduzierte seine Aktivitäten innerhalb Thüringens in den letzten Jahren bemerkbar, erlangte im Zusammenhang mit den Nachforschungen zum untergetauchten Jenaer Neonazi-Trio und dessen Unterstützern jedoch wieder an Bedeutung. Im Mai 2014 veröffentlichte er im Internet ein Interview mit Mario Machado zur Gründung einer neuen neofaschistischen Organisation Namens „Nova Orden Social“ („NOS“). Angeblich hatten sich zuvor bis zu 30 Personen, überwiegend Führungsfiguren der portugiesischen Neonazi-Szene zu einem Reorganisations-Treffen eingefunden. Nach Eigenangaben sei eine gemeinsame Grußbotschaft auch im Namen der süddeutschen Neonazi-Gruppierungen „III. Weg“ sowie der Gruppen „Freies Netz Saalfeld“ und „Freies Netz Jena“ überreicht worden, in denen es heißt: „Wir sind bereit für gemeinsame Aktionen und unsere Völker werden sehen, dass die portugiesisch-deutsche Zusammenarbeit wieder belebt wurde/wird.“ Der „Hammerskin“ Machado war 1995 an einem tödlichen Überfall auf einen nicht-weißen Mann mit Eisenstangen und Baseballschlägern beteiligt und verbüßte mehrfach Haftstrafen. Dazwischen reiste er einige male nach Deutschland und nahm hierzulande auch an Demonstrationen und Neonazi-Konzerten teil, so auch am jährlichen Trauermarsch in Dresden. th-rechts-portugal(Mario Machado im Bild)

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