(Kleiderspende Eisenach) „Mein Crystal-Dealer berichtet…“

… dass der Spruch „Geld für die Oma statt für Sinti und Roma“ auch erneut auf den NPD-Plakaten im Kommunal- und Europawahlkampf 2014 in Thüringen zu sehen ist. Die extrem rechte Partei spielt damit auf eine vermeintliche Überallimentierung von einreisenden Menschen aus den Balkanstaaten an, die nach NPD-Meinung ohnehin ausreichend mit Geld, technischem Equipment und Kleidung gewappnet seien. So viel zum bekannten Vorurteil. Doch gerade Letzteres, vernünftige Kleidung scheint nicht nur bei „Kitty Blair“ sondern auch bei der Thüringer NPD nach wie vor Mangelware zu sein. Szenekenner*innen sprechen bei den Zuständen in der Eisenacher Geschäftstelle nicht selten auch vom „blanken Wahnsinn“. Schon zum 2009er Landtagswahlkampf ein Klassiker: Der geneigte NPD-Wähler kann sich an dieser Stelle [Triggerwarnung!] ein Bild von seiner Thüringer Parteispitze machen und überlegen, ob er Patrick Wieschke, Tobias Kammler und Co. statt dem Mitgliedsbeitrag nicht vielleicht einfach sein letztes Hemd spendet! Aber Vorsicht bei der Farbwahl. Mit dem Eisenacher NPD-Dekret vom 22. März 2014 sind nicht nur schwarze Kleidungsstücke auf NPD-Demonstrationen verboten, sondern auch „Szene-Klamotten, die in irgendeiner Art und Weise Klischees bedienen oder Gewalt verherrlichen (Eiserne Kreuze, Totenköpfe, Bezüge zur Vergangenheit usw.)“. Außerdem Verbot von Kapuzen, Sonnenbrillen und „verbalen Scharmützeln“ mit Gegendemonstranten. Würden diese Vorschriften rigoros umgesetzt werden, dann würde Wieschke wohl künftig alleine auf seinen Kundgebungen auftreten müssen…

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